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Wolf eingeschläfert

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Donnerstag, 19.05.2016 - 02:00
Erlöst: der abgekommene Rüde. Foto: Kreis Uelzen © Kreis Uelzen
Erlöst: der abgekommene Rüde. Foto: Kreis Uelzen

Der Kreisveterinär, Dr. Jörg Pfeiffer, habe den Rückkehrer vor Ort in der Nähe von Grabau eingeschläfert, teilt der Landkreis mit. Zuvor sei das Vorgehen mit sämtlichen Stellen (Umweltamt des Kreises, Niedersächsisches Umweltministerium, Wolfsberater Theo Grüntjens, Niedersächsisches Wolfsbüro) abgestimmt worden. Der etwa einjährige Rüde wies schwere Verletzungen im Bereich des rechten Ellbogens auf, die bereits stark infiziert gewesen sei. „Das Tier war außerdem extrem abgemagert“, so der Landkreis in einer Presseaussendung.
Woher diese Verletzung stammt, sollen nun Experten des Leibniz Instituts für Zoo und Wildtierforschung (IZW) in Berlin herausfinden. Vermutlich stammt sie von einem Zusammenprall mit einem Auto. Sie könnte dem Tier aber auch von einem Stück Schwarzwild zugefügt worden sein. Eine Behandlung, beziehungsweise Amputation des Laufes schlossen die Verantwortlichen aus. Ein Überleben in freier Wildbahn oder eine dauerhafte Unterbringung in einem Gehege sei keine Alternative gewesen. Rechtlich abgesichert sei die Tötung durch einen Erlass des Umweltministeriums.
PM