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Wolf und Co. sind öffentliches Interesse

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Mittwoch, 14.09.2016 - 17:02
Luchs am Ziegenriss: Aktuell müssten Urner Jäger 20 Prozent des Schadens zahlen (Symbolbild). Foto: VGD © VGD
Luchs am Ziegenriss: Aktuell müssten Urner Jäger 20 Prozent des Schadens zahlen (Symbolbild). Foto: VGD

Im Kanton Uri beteiligt sich die Jägerschaft zu 20 Prozent an Schäden durch Großraubwild. Den Rest zahlt der Bund. Landrat Max Baumann (SVP) gab im Mai 2016 eine Empfehlung an den kantonalen Regierungsrat ab, die etwa 600 betroffenen Waidleute davon freizumachen – jetzt kam die Reaktion.
Baumann bemängelte in seinem Schreiben an den Rat, dass das Wildschadensreglement in der bestehenden Form veraltet sei. Zum Zeitpunkt der Verabschiedung im Jahr 1995 hatte noch keiner an Schäden durch Großraubwild gedacht. Außerdem sieht er die Jäger nicht in der Pflicht, da sie „keinen jagdlichen Nutzen“ durch die Anwesenheit der Tiere haben.
Die Antwort des Kanzleidirektors fiel positiv aus. Es geht daraus hervor, dass diese Nutzung des Wildschadenfonds dem eigentlichen Zweck widerspreche. Denn der Fonds, welcher unter anderem aus Jagdpatent- und Abschussgebühren finanziert ist, soll zur Verhütung von Schäden durch Wild „mit jagdlichem Nutzen“ verwendet werden. Des Weiteren sieht der Regierungsrat ein, dass die Gesellschaft als Befürworter der Raubtiere und somit der Bund für die nötigen Ausgleichszahlungen verantwortlich ist. Im Jahr 2015 wurden rund 25.000 Franken für Risse und ähnliches aus der Kasse vergütet, das entspricht etwa der Hälfte der Gesamtzahlungen für Wildschäden. Das Gesetz soll nun um einen Absatz zur Regelung erweitert werden.
RW