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Wolf: Bundesrat stimmt für leichteren Abschuss

Woelfe-heulend © bennytrapp - stock.adobe.com
Der Abschuss von „Problemwölfen“ wird durch die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes erleichtert.

Der Bundesrat hat heute einer Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes zugestimmt, wonach Wölfe nach Rissen an Nutztieren leichter geschossen werden dürfen. Mit der Neuregelung soll es künftig auch in Fällen, in denen nicht klar ist, welcher Wolf Nutztiere gerissen hat, erlaubt sein, solange Wölfe zu erlegen, bis die Schäden nicht mehr auftreten. Speziell Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hatte eine solche Regelung gefordert.

Jeder Abschuss muss weiterhin geprüft werden

Auch Schäden bei Hobbytierhaltern sollen künftig als Grund gelten, um eine Abschussgenehmigung für einen Problemwolf zu erteilen. Dennoch muss auch weiterhin jeder Abschuss geprüft werden, da der Wolf weiterhin streng geschützt bleibt. Das Füttern und Anlocken wird mit der Neuregelung ausdrücklich verboten und der Abschuss von Hybriden erlaubt. Zudem will man die "freiwillige Mitwirkung von Jagdausübungsberechtigten" bei der „zugelassenen Entnahme von Wölfen“ regeln.

Uneinigkeit zwischen Parteien

Über die Gesetzesänderung hatte es lange Diskussionen gegeben. Speziell zwischen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Umweltministerin Svenja Schulze herrschte Uneinigkeit über den Umgang mit den gestiegenen Risszahlen in Deutschland. Klöckner hatte sich für einen präventiven Abschuss ab einer bestimmten Rudelgröße, unabhängig davon, ob eine konkrete Gefahr besteht, stark gemacht. Soweit wollte Umweltministerin Schulze jedoch nicht gehen.


Kathrin Führes
geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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