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Wolf: Anzahl der Rudel und Welpen hat stark zugenommen

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 02.12.2021 - 16:07
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Wolfsrudel-an-Riss © Piotr Krzeslak - stock.adobe.com
Die Anzahl der Wölfe nimmt in Deutschland weiter zu.

In Deutschland gibt es 26 Wolfsrudel mehr als noch im Jahr zuvor. Das hat das aktuelle Monitioring für das Jahr 2020/ 2021 ergeben. Wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) berichtet, wurden 157 Wolfrudel nachgewiesen, im Jahr zuvor waren es noch 131 Rudel gewesen. Zudem gab es im Jahr 2020/2021 27 Paare (im Jahr zuvor waren 45) sowie 19 territoriale Einzeltiere (2019/ 2020: 9). Die Mindestanzahl adulter Wölfe liegt laut BfN in den bestätigten Territorien bundesweit zwischen 403 und 429 adulten Wölfen. Eine Gesamtanzahl könne jedoch „nicht seriös angegeben werden, da zum einen das Monitoring der Bundesländer auf den Nachweis von Rudeln, Paaren und territorialen Einzeltieren – und nicht auf die Erfassung der Zahl der Wolfsindividuen – ausgerichtet ist“, so das Bundesamt.

138 Totfunde im Monitioringjahr

In 149 der 203 Wolfsterritorien gab es im Jahr 2020/2021 eine Reproduktion mit insgesamt 556 Welpen. Im vorherigen Monitoringjahr waren es noch 438 Welpen bei einer Reproduktion in 117 der 185 Wolfsterritorien gewesen. Die meisten Wolfsrudel (49) kommen laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) in Brandenburg vor. Auf Platz zwei folgt Niedersachsen mit 35 Rudeln und Sachsen mit 29.

Die Anzahl tot aufgefundener Wölfe lag im Monitoringjahr 2020/ 2021 bei 138 Tieren, davon sind 107 durch Verkehrsunfälle zu Tode gekommen. Bei 13 Wölfen war die Todesursache natürlichen Ursprungs, neun Wölfe wurden illegal getötet, bei fünf Wölfen war die Todesursache nicht zu ermitteln und vier Wölfe wurden im Rahmen von Managementmaßnahmen entnommen.

Wolf gilt in Deutschland noch immer als gefährdet

Das Managementjahr läuft immer vom 1. Mai bis zum 30. April. Als Grundlage dienen eindeutige Wolfsnachweise wie etwa durch Lebendfang, genetische Nachweise oder Fotos. Auch bestätigte Hinweise, etwa von einer erfahrenen Person überprüfte Spuren, werden für das Monitoring herangezogen, so das Bundesamt für Naturschutz. Noch immer wird der Wolf in der aktuellen Roten Liste der Säugetiere Deutschlands (2020) in der Kategorie „gefährdet“ eingestuft.


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