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Wolf da, Abschuss runter

Ein ausgewachsenes Rotalttier, das von einem Wolf gerissen wurde. Foto: MPM © MPM

„Wir haben festgestellt, dass die Wölfe vor allem Kälber und schwache Stücke reissen“, sagt Amtsvorsteher Dr. Georg Brosi auf Nachfrage von jagderleben. Deshalb werde man in der Region Calanda auch den Kahlwildabschuss um 60 Stücke kürzen. Der für die Jäger „wirklich interessante Teil, die Hochjagd im Spätsommer, bleibt aber unbeeinflusst.“ Die Abschussreduktion betreffe entsprechend nur die Herbstjagd. Die freigegebene Rotwildgesamtstrecke in Graubünden bleibe aber in etwa gleich bei 4.655 Stück. Die fehlenden Calanda-Abschüsse werden auf andere Regionen verteilt. Insgesamt sei zu verzeichnen, dass der Bestand weiter ansteige.
Im Gegensatz zu beispielsweise Bayern dienen in Graubünden nicht etwa Verbissprozente als Ausgangsdaten für die Abschussplanung, sondern extra durchgeführte Frühjahrszählungen. Die Calanda-Wölfe haben dieses Jahr zum dritten mal in Folge erfolgreich reproduziert. Das Rudel bestehe derzeit aus den Eltern, dem diesjährigen Nachwuchs und den Jährlingen, die das Rudel im Winter wohl verlassen werden, so Brosi weiter.
MW