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Wölfen nachgestellt: Wolfsfreund muss Strafe zahlen

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Kathrin Führes
am
Freitag, 21.05.2021 - 15:39
Mann-im-Wald © v_sot - stock.adobe.com
Der Mann hatte zum zweiten Mal militärisches Sperrgebiet betreten (Symbolbild).

Weil er wiederholt ein militärisches Sperrgebiet betreten hat, muss ein Wolfsfreund nun eine Strafe zahlen. Wie die „NOZ“ berichtet, hatten Sicherheitskräfte auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD) in Meppen (Niedersachsen) zum zweiten Mal einen Mann aufgegriffen, der sich unerlaubt auf dem Areal aufhielt.

Facebookprofil mit zahlreichen Wolfsbildern

Nach Angaben der „NOZ“ hatte der Niederländer beim ersten Mal angegeben, er habe sich beim Beobachten von Vögeln verlaufen und sei so auf das Militärgelände geraten. Damals habe man den Mann verwarnt und von der WTD geführt. Bei einer anschließenden Recherche habe man dann jedoch festgestellt, dass der angebliche Vogel-Liebhaber wohl nicht auf der Suche nach Federwild war, sondern Wölfe sein eigentliches Ziel waren. Das Facebookprofil des Mannes sei voller Wolfsbilder gewesen und auch in einschlägigen Wolfsforen habe sich der Niederländer aktiv beteiligt, so WTD-Sprecher Dominik Wollers.

Angeklagter muss Strafe zahlen

Als man den Wolfsfreund nun zum zweiten Mal auf dem Militärgelände aufgegriffen hat, habe man den Vorfall bei der Polizei gemeldet. Da der Niederländer auf eine schriftliche Einladung zu einer „Gefährder-Ansprache“ nicht reagierte, wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben. Das Amtsgericht verurteilte den Mann nun wegen unbefugten Betretens eines militärischen Sicherheitsbereiches sowie wegen Hausfriedensbruchs. Der Angeklagte muss 800 Euro zahlen und die Kosten des Verfahrens tragen.

Im nahen Nordhorn bereiten ebenfalls Wolfsfreunde immer wieder Probleme. Da auch dort, auf der Suche nach dem Wolfsrudel, immer wieder ein militärischer Übungsplatz unbefugt betreten wird, setzt man dort zu Überwachung nun Feldjäger ein. Örtliche Landwirte und Jäger wurden dazu aufgerufen, verdächtige Beobachtungen zu melden.


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