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Wölfe, Wild und Jäger


Jäger müssen im Wolfsrevier häufiger beziehungsweise viel länger ansitzen, um Wild zu strecken. Vor allem bei der Rehwildbejagung macht sich das bemerkbar, so die Meinung vieler Jäger. Daher geht in einigen Revieren der Trend weg vom Einzelansitz hin zur Bewegungsjagd. Dies ist eine der Kernaussagen, wenn es darum geht, die Konsequenzen aus dem Auftauchen von Wölfen für das Schalenwild und damit für den Jagdbetrieb zu beschreiben. Besonders in der Oberlausitz wird über den Einfluss der Grauhunde auf das Schalenwild heiß diskutiert. Die zwölf bestätigten Rudel in der Region reißen jährlich rund 4.800 Rehe, 648 Stück Rotwild und 1.200 Sauen.
Aber was sagt eigentlich die Wissenschaft, und was sagen die Hegegemeinschaften und Revierinhaber zur derzeitigen Situation? Kann die Forschungsarbeit eines Wildbiologen die oben zitierte Annahme widerlegen?
Fakt ist: Die Lausitz-Wölfe selektieren beim Rehwild, im Gegensatz zu Rot- und Schwarzwild, nicht nach Alter und Geschlecht. Daher befasst sich "unsere Jagd" in ihrer aktuellen Ausgabe (12/2012) ausführlich mit dem Thema und nimmt Bezug auf die Forschungsergebnisse von Mark Nitze. Er besenderte über einen längeren Zeitraum und zu verschiedenen Jahreszeiten Rotwild und untersuchte anhand der erfassten Daten das Verhalten der Tiere in der Wolfsregion. Die Studie "Schalenwildforschung im Wolfsgebiet der Oberlausitz" finden Sie unten im Wortlaut.
RJE


Hier finden Sie die Forschungsarbeit von Mark Nitze.