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Wölfe: Rudel im Bayerischen Wald | Überfahrener Wolf in Frankfurt

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 30.01.2020 - 17:26
Wolf-Falkenstein-Gebiet © Nationalpark Bayerischer Wald
Im Gebiet Falkenstein-Rachel-Gebiet sind vermutlich drei Wölfe unterwegs. Eine Wildkamera konnte die Wölfe an einem ausgelegten, verunfallten Reh aufnehmen.

Regelmäßig wurden in den letzten Monaten Wölfe im Nationalpark Bayerischer Wald, im Falkenstein-Rachel-Gebiet, nachgewiesen. Wie die Nationalpark Verwaltung in einer Pressemitteilung bekannt gab, soll es sich dabei vermutlich um drei Tiere handeln. Mitarbeiter hätten sich, dank der guten Schneeverhältnisse, im Januar ein Bild von der Lage machen können.

Die drei Wölfe seien zusammen unterwegs, auch Liegeplätze der Raubtiere wurden gefunden. Ob es sich bei den beiden Adulten um die schon bekannten Wölfe, welche 2016 bestätigt wurden, handelt oder ob ein neues Paar im Gebiet ansässig geworden ist, könne noch nicht bestätigt werden. Urinproben und Kot wurden zur Genanalyse zum Senckenberg-Institut geschickt.

Auch Rudel mit sieben Tieren im tschechischen Nationalpark Šumava

Nur wenige Kilometer entfernt, im angrenzenden tschechischen Nationalpark Šumava, gelang es ein Rudel mit sieben Tieren mittels einer Fotofalle nachzuweisen. Wahrscheinlich gehören die drei Tiere im Falkenstein-Rachel-Gebiet zum Rudel in Tschechien. Endgültig Aufschluss darüber sei aber erst mit Vorliegen der genetischen Informationen möglich.

Novum in der Aasforschung

Im Zuge der Aasforschung konnte die Nationalparkverwaltung ein Novum festhalten: Eine Wildkamera nahm die Wölfe dabei auf, wie sie ausgelegtes, verunfalltes Reh aufgesucht haben. Bisher sei man davon ausgegangen, dass Isegrim solche Futterquellen aufgrund des menschlichen Geruchs meiden würde.

Wolf im Frankfurter Stadtwald

Der Wolf wurde in Sachsenhausen überfahren.

Auch im Stadtgebiet von Frankfurt am Main (in Sachsenhausen) ist der Wolf angekommen. Am Dienstagmorgen kollidierte eine Autofahrerin im Frankfurter Stadtwald mit einem vermeintlichen „Hund“. Dieser verstarb am Unfallort. Die herbeigerufene Polizei bemerkte das „besondere Äußere des vermeintlichen Hundes“ und alarmierte den zuständigen Jagdpächter. Dieser teilten die Vermutung, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handle. Daraufhin wurde das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Kenntnis gesetzt. Das HLNUG bestätigte, dass es sich bei dem verunfallten Tier um einen Wolf handelt. Eine genetische Analyse soll nun Aufschluss darüber bringen, aus welcher Population das Tier stammt.