Home News Wölfe und Hirsche auf Sendung

Wölfe und Hirsche auf Sendung

Besendertes Rotwild: hier auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Foto: Marcus Meissner


Das Forschungsprojekt liegt an der Grenze von Sachsen-Anhalt und Brandenburg in der Glücksburger Heide. Um herauszufinden, wie sich das Jagdverhalten von Isegrim auf das Rotwild auswirkt, wurden bisher 15 Hirsche und Alttiere sowie ein Wolf mit einem GPS-Sender-Halsband ausgestattet. Weitere zehn Stück und ein Isegrim sollen folgen. Die Sender aktivieren sich dabei selbständig, sobald sie weniger als 150 Meter voneinander entfernt sind.
"In Deutschland fehlen wissenschaftliche Daten über das Raumverhalten von Beutetieren und Raubtieren", erklärt Wildbiologe Frank-Uwe Michler gegenüber der "Deutschen Presseagentur". Er ist Mitarbeiter des Fachbereichs Wildtiermanagement der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Gleichzeitig wollen die Forscher mit diesem Projekt herausfinden, wie Heideflächen auf ehemaligen Truppenübungsplätzen, auf denen sich Wölfe ansiedeln, von Wald freigehalten werden können. In diesen Landschaften sorgt nämlich zum Großteil das Schalenwild für die Offenhaltung. In der Glücksburger Heide gibt es seit 2015 wieder Wölfe.
dpa


 


Dr. Dieter Bartsch Chefredakteur des Magazins NIEDERSÄCHSISCHER JÄGER seit 1995.
Thumbnail