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Wölfe geschossen

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Montag, 08.08.2016 - 11:55
Am Ufer der Elbe: Der in Sachsen-Anhalt gefundene Wolfsrüde. Foto: Dr. Thoralf Schaffer © Dr. Thoralf Schaffer
Am Ufer der Elbe: Der in Sachsen-Anhalt gefundene Wolfsrüde. Foto: Dr. Thoralf Schaffer

Wie das Lausitzer Wolfsbüro berichtet, wurde am Sonntag, den 26. Juli, bei Vierkirchen im Landkreis Görlitz ein Tier gefunden. Da der Verdacht eines illegalen Abschusses nahelag, wurde die Polizei verständigt. Danach untersuchten Experten des Leibniz Insituts für Zoo- und Wildtierforschung den Kadaver. Sie bestätigten die Vermutung. Eine genetische Untersuchung soll klären, woher der Rüde stammt. Bereits Mitte Juli wurde offenbar im Kreis Görlitz ein Vertreter der Art geschossen (wir berichteten).
Vergangenen Freitag die nächste Entdeckung im Landkreis Stendal. Am Elbufer zwischen Klietz und Scharlibbe meldete ein Angler einen toten Wolf. Amtstierarzt Dr. Thoralf Schaffer inspizierte laut einer Pressemitteilung des Kreises den Kadaver und stellte fest, dass auch in diesem Fall Schussverletzungen für das Ableben verantwortlich sind. Auch geht er davon aus, dass das Tier nicht angeschwemmt, sondern dort abgelegt wurde. "Bei dem Tier handelt es sich um einen jungen Rüden von ca. 30 Kilo, der ein oder maximal zwei Jahre alt ist", so Schaffer. Auch dieser Fall wird jetzt näher von Veterinären vom Leibnitz-Institut untersucht. Zeitgleich wurde Anzeige erstattet.
BS/PM