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Wissbegierige Jäger

Praktiker: Schulungsteilnehmer begutachten einen Riss. Foto: LJVSN


Der Landesjagdverband (LJV) veranstaltet das Seminar zusammen mit der AG Wildtierforschung der Forstzoologie Tharandt (TU Dreseden). Dr. Heinz Baacke, Vizepräsident und Wolfsexperte des LJV, sagte im Gespräch mit jagderleben stolz: "Wir sind durch unserer Lehrgänge das Bundesland mit den meisten Wildtierbeauftragten (über 80) aus Jägerkreisen." Das Feedback der Teilnehmer der ersten Schulung war so gut, dass nun die zweite folgt. An zwei Tagen werden in Theorie und Praxis gelehrt, worauf bei Rissen zu achten ist und wie der Riss eines Wildtieres objektiv zu dokumentieren ist. "Als Lehrobjekte werden echte Risse verwendet. Praxisnäher geht's nicht," so Baacke.

Die Jägerinnen und Jäger stellen sich somit ihrer Verantwortung, die ihnen durch das Jagdgesetz anvertraut wurde. Neben den typischen Anzeichen eines Wolfes stehen ebenso die Biss- und Fraßspuren von Wildarten wie Baummarder, Wildkatze, Fischotter und Luchs auf dem Lehrplan.
Die geschulten Wildtierbeauftragten stehen später den Jagdbehörden und den Jägern auf der Fläche mit ihrem Wissen mit Rat und Tat zur Seite. So wird ein flächendeckendes Monitoring für diese Wildarten erreicht.
 Sobald ein totes Wildtier gefunden wird, kann der zuständige Wildtierbeauftrage wichtige Beweise, wie DNA-Proben, Spuren und Fotos sammeln, dokumentieren und zur Auswertung an die Institute weitergeben.
BS