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Wisent rätselhafter Herkunft präventiv erlegt

Der Wisent musste von einem Jäger erlegt werden, um eine Gefährdung zu verhindern.


Am vergangenen Mittwoch (13. September) wurde in der Nähe von Lebus (Lkr. Märkisch-Oderland / Brandenburg) ein Wisent gesichtet. Das hinzugerufene Ordnungsamt erkannte eine Gefährdung für die Bevölkerung und den Straßenverkehr, so eine Pressesprecherin der Polizei. Das Tier sollte ursprünglich von einem Tierarzt betäubt werden. Da allerdings kein Veterinär mit entsprechender Ausrüstung erreicht werden konnte, musste ein Jäger aushelfen.

Jäger erlegt den Wisent-Stier

Bis der Waidmann zur Stelle war, wurde der Stier von der Polizei beobachtet und das Umland vor Schaulustigen abgesperrt. Auf Anweisung des Ordnungsamtes erlegte der Jäger das Wisent. Bislang ist unklar, woher das Tier stammt. Ein Halter konnte nicht ausfindig gemacht werden. In Brandenburg wurden die Rinder in der Döbrizer Heide wieder angesiedelt, leben dort aber in einem umzäunten Gebiet.

Die einzige frei lebende Wisentherde Deutschlands zieht im Rothaargebirge ihre Fährte – über 500 Kilometer vom Ort des Geschehens entfernt! Die Herkunft des urigen Wildrindes stellt also derzeit ein Rätsel dar.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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