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Wintergatterabschuss'sehr bedenklich'

Ende Mai stellte Prof. Dr. Wolf Schröder, Wildbiologe an der TU München, ein Gutachten zu "Schalenwild im Bergwald" vor. Das Ziel sei heute, bestehende Bergmischwälder zu verjüngen und andere dahingehend umzubauen. Gefährdet werde dies durch den Verbiss von Schalenwild, so Schröder. Neben der Einstellung eines "Schalenwildmanagers" im Oberallgäu – zuständig für die Umsetzung der in dem Gutachten genannten Empfehlungen – rät der Wildbiologe zu Abschüssen in Wintergattern. Die Art und Weise der Entnahme solle den Berufsjägern überlassen werden.
Der Bund Bayrischer Berufsjäger (BBB) bezog jetzt in Form eines Positionspapiers Stellung zu dem Vorhaben: "Der Schaden einer möglichen Wintergatterbejagung wäre enorm und weitreichend. Ethische Probleme, tierschutzrechtliche Bedenken sowie grundsätzliche Misstrauensvorwürfe seitens der Bevölkerung wären die Folge." Da es laut BBB eine Reihe von alternativen Möglichkeiten effizienterer Rotwildbewirtschaftung gibt – der BBB nennt auch diese in seiner Veröffentlichung –, lehne man "den Abschuss von Rotwild in Wintergattern grundsätzlich ab".
BS


Das vollständige Positionspapier im Wortlaut finden Sie hier.