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Wintergatter soll weg

Oft hat man das Gefühl, dass Rotwild für einige Förster vor allem eines ist: ein Dorn im Auge. Foto: Naturfoto Schilling


Natürlich geht es auch in diesem Fall um die Förderung von Tannen und Schutzwaldgebiete. Auf der besagten Fläche an der Kampenwand, die vom Forstbetrieb Ruhpolding bewirtschaftet wird, leben auf 4.000 Hektar etwa 70 Stück Rotwild. Scheinbar deutlich zu viel nach Auffassung der Förster. Denn im nahegelegenen Sanierungsgebiet „Klausgraben“ sei die Verjüngungssituation „ungünstig“, so Philipp Bahnmüller, Sprecher der Bayerischen Staatsforsten, gegenüber „rosenheim24“. Man werde nicht grundsätzlich mehr Tiere erlegen. Nur werde der Schwerpunkt der Bejagung verlegt.
Für die Gegner dieses Vorgehens sind das scheinheilige Ausreden. Vielmehr würden eine Ausrottung des Wildes forciert. Deshalb haben sie die „Allianz für Wildtiere im Chiemgau“ gegründet und bereits eine Petition an Ministerpräsident Horst Seehofer übergeben, die den Abschuss stoppen soll. Erste Auswirkungen darauf werden schon spürbar: "Wir warten jetzt erst mal den Ausgang der Petition ab", so Konrad Prielmeier, ebenfalls BaySF-Sprecher, gegenüber jagderleben. Vorher gebe es keine weiteren Stellungnahmen zu dem Thema.
Dass der Unmut gegenüber die BaySF im Süden des Freistaates immer größer wird, macht auch die Gründung eines Vereins deutlich: „Wildes Bayern e.V.“ will der heimischen Fauna eine Stimme geben und sich mit Sachverstand und Augenmaß in die Diskussion einbringen. Besonders das Reh- und Rotwild werde in Bayern mit dem Etikett „Schädling“ belegt und rücksichtslos verfolgt. Vorsitzende der jungen Initiative ist IKH Helene in Bayern.
BS