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Wildziegenjagd soll ausgeweitet werden

Zugunsten des autochthonen Boc Balear werden verwilderte Hausziegen bejagt. Foto: Günter Nieber/pixelio.de © Günter Nieber/pixelio.de

Wie das "Mallorca Magazin" in seiner Ausgabe vom 5. Juli mitteilte, ist der Deutsche Norbert Ullmann in die "balearische Kommision für Großwildjagd und Trophäenbewertung" berufen worden. Seine Hauptaufgabe wird sein, die Jagd auf Mallorcas einzige Großwildart – die mallorquinische Wildziege, auch Boc Balear genannt – zu koordinieren und wenn möglich auszuweiten. Das markante Schraubengehörn der Ziege ist bei internationalen Jägern sehr begehrt. Es werden bis zu 6.000 Euro für den Abschuss eines kapitalen Bockes bezahlt. In sieben ausgewiesenen Großwildrevieren wurden im vergangenen Jahr 52 Ziegenböcke gestreckt. Laut Inselrat werden durch den Großwildjagd-Tourismus jährlich 1,5 Millionen Euro an Einnahmen generiert.
Probleme bereiten unterdessen die verwilderten Hausziegen. Durch immensen Fraßdruck gefährden sie die Vegetation und damit die Lebensgrundlage der Wildziegen. Auch soll eine weitere Bastardisierung möglichst effektiv verhindert werden. Besitzer der Bergländereien und einheimische Jäger machen aus diesem Grund Jagd auf die verwilderen Haustiere. Die toten Tiere verbleiben zumeist in der Wildnis und dienen Geiern als Atzung.
MW