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Wildunfall vorgetäuscht – Sau war noch gefroren

Schwarzwild-Wildunfall © peteri/ stock.adobe.com
Das Wildschwein wurde extra am Straßenrand deponiert, damit es wie ein Wildunfall aussah (Symboldbild).

Kurioser „Wildunfall“ in Italien: Wie suedtirolnews.it berichtet, haben zwei Männer auf Sardinien einen Wildunfall vorgetäuscht. Die beiden Sarden hatten gegenüber der Forstpolizei angegeben, sie hätten mit ihrem Auto einen Wildunfall mit einem Stück Schwarzwild auf dem Weg nach Vignola gehabt. Zur Unfallaufnahme rückten Beamten der Forstpolizei aus und stellten bei der Aufnahme des Unfalls Ungereimtheiten fest.

Das vermeintliche Unfallopfer – woher die Männer das Stück Schwarzwild hatten, ist unbekannt. © Twitter Sardegna

Das vermeintliche Unfallopfer – woher die Männer das Stück Schwarzwild hatten, ist unbekannt.

Organe waren teilweise noch gefroren

Wie das Portal weiter berichtet, wurde am Kadaver des Wildschweins, welches am Straßenrand lag, ein tiefer Schnitt in der Halsgegend gefunden. Das machte die Beamten stutzig, weshalb sie einen Veterinärmediziner hinzu riefen. Dieser entdeckte beim Öffnen des Bauchraums etwas Ungewöhnliches: Die Eingeweide des angeblich kurz zuvor verunfallten Wildes waren eiskalt, einige Organe sogar gefroren. Die Männer hatten das Wildschwein wohl extra aus einem Kühlraum geholt, um auf diese Weise einen Unfall vorzutäuschen und Anspruch auf Schadensersatz zu haben. Statt des erhofften Unfallberichts wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges eingeleitet.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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