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Wildunfall zu spät gemeldet: Autofahrer vor Gericht

Weil er einen Wildunfall nicht unverzüglich meldete muss ein Autofahrer 750 € bezahlen (Symbolbild). © KS-Wildlife - stock.adobe.com

Weil er einen Wildunfall nicht unverzüglich meldete muss ein Autofahrer 750 € bezahlen (Symbolbild).


Ein 28-jähriger Österreicher musste sich am 8. Januar vor dem Amtsgericht Altötting (Bayern) verantworten, weil er im Sommer bei einem Wildunfall zwischen Perlach und Marktl einen Rehbock angefahren und einfach liegen gelassen hatte. Dies berichtet die „Passauer Neue Presse“.

Ein Sprecher des Gerichts bestätigte den Vorfall gegenüber der Redaktion. Demnach erklärte der junge Mann vor Gericht, er sei ausgestiegen aber der Rehbock habe ihn angegriffen. Da der Bock allerdings die Hinterläufe nicht mehr bewegen konnte, bezweifelte die Staatsanwaltschaft diese Aussage. In Linz habe der Fahrer dann Meldung bei der Polizei gemacht, so die „PNP“ weiter.

Verfahren eingestellt

Der Rehbock sei erst etwa eine Stunde später von einer zufällig vorbeikommenden Tierärztin entdeckt und von seinen Leiden erlöst worden. Wie der Gerichtssprecher erklärte, wurde das Urteil gegen eine Geldauflage in Höhe von 750€ eingestellt – wohl auch, weil er sich, wenn auch verspätet, noch bei der Polizei gemeldet hatte. 

Laut bayerischem Jagdgesetz müssen Unfälle mit Schalenwild unverzüglich gemeldet werden.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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