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Wildunfall: Jäger sucht mit Jagdhund verletzten Wolf nach

Toter Wolf liegt im Gras. © Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt

Eine Autofahrerin erfasste am Sonntagmittag mit ihrem Pkw bei Polkern (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt) einen Wolf. Laut Pressemitteilung der Polizei verschwand der verletzte Rüde dann in einem angrenzenden Waldstück. Ein Team bestehend aus Polizei, Mitarbeitern des Wolfkompetenzzentrums Iden, einem Tierarzt, einem Betäubungsschützen sowie einem Schweißhundführer und dem Jagdpächter wurde zusammengerufen. 

Der Schweißhundführer suchte mit seinem Bayerischen Gebirgsschweißhund den verletzten Wolf nach. Am Wundbett angekommen, stellte sich heraus, dass Isegrim noch lebte, berichtete der Jäger gegenüber der Redaktion. Obwohl beide Vorderläufe gebrochen waren, versuchte der Rüde, erneut zu flüchten.

Schweißhund wurde zur Hetze geschnallt

Der Hundeführer entschied sich daher, seine Schweißhündin zu schnallen. Diese stellte den schwerkranken Wolf. Nach Freigabe des Wolfskompetenzzentrums wurde der Wolf durch einen Schuss von seinem Leid erlöst. Der erfahrene Schweißhund arbeitete auf der Spur in ähnlicher Weise, wie auf einer Krankfährte von Schalenwild, so der Nachsuchenführer, obwohl der Hund bisher noch nie direkt in Kontakt mit Wölfen gekommen war. Eine pathologische Untersuchung auf weitere Verletzungen führt das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin durch. Eine Sprecherin des Wolfkompetenzzentrums lobte gegenüber der Redaktion die Zusammenarbeit aller Beteiligten.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.