Home News Wildunfall nicht abgesichert: Frau droht Anzeige

Wildunfall nicht abgesichert: Frau droht Anzeige

Fallwild muss immer gesichert und wenn möglich, von der Straße entfernt werden (Symbolbild). © dth48 - stock.adobe.com

Fallwild muss immer gesichert und wenn möglich, von der Straße entfernt werden (Symbolbild).


Gut gemeint und doch falsch gemacht: Eine 50-jährige Frau war am 11. Juni 2019 nachts mit ihrem Auto auf der B2 in Richtung Weilheim (Bayern) unterwegs, als sie mit einem Reh kollidierte. Das Tier verstarb noch an der Unfallstelle. Um den Unfall zu melden, fuhr die Autofahrerin zur Polizeiinspektion Weilheim und lies das verendete Stück Rehwild ungesichert und mittig auf der Fahrbahn liegen. Während die Frau auf dem Weg zur Dienststelle war, fuhr eine weitere Autofahrerin über das tote Reh und beschädigte dabei die Stoßstange ihres PKW.

Wildunfall: Unfallstelle muss immer gesichert werden

Gegen die 50-Jährige wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und anderer Ordnungswidrigkeiten ermittelt. Wie ein Polizeisprecher gegenüber der Redaktion mitteilte, sei die Frau verpflichtet gewesen, die Unfallstelle zu sichern und bis zum Eintreffen der Beamten vor Ort zu bleiben. Auch müssen Autofahrer verunfallte Wildtiere, sofern es die körperliche Verfassung und Straßensituation zulässt, von der Straße entfernen, um weitere Schäden zu vermeiden.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
Thumbnail