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Wildtier des Jahres 2011: Der Luchs

Ein heimlicher Jäger in unseren Wäldern: Der Luchs. Foto: Erich Marek © Erich Marek

Seit 1992 wählt die "Schutzgemeinschaft Deutsches Wild" eine ihr besonders aktuell erscheinenden Arten zum "Tier des Jahres". Für 2011 ist die Wahl auf den Luchs gefallen. Der heimliche Jäger ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten zwar in einige seiner angestammten Lebensräume in Deutschland zurückgekehrt, dennoch will man daran erinnern, dass er vor 100 Jahren bei uns fast ausgerottet worden war.
Markante Erkennungsmerkmale dieser dem Jagdrecht unterliegenden Tierart, die jedoch keine Jagdzeit hat, sind die auffällige Fleckenzeichnung des Fells und der Stummelschwanz. Charakteristisch für den Luchs sind jedoch auch die Haarbüschel an den Spitzen der Ohren, die ihm den Namen "Pinselohr" eingebracht haben.
Zu den Hauptbeutearten der größten europäischen Katzenart zählt zweifellos das Reh. Hauptverbreitungsgebiete in Deutschland sind derzeit zum Beispiel der Harz oder der Bayerische Wald; aber auch aus anderen Bundesländer wird regelmäßig über das Vorkommen des Luchses berichtet.
Während das Rehwild dort, wo es nachhaltig mit der gefleckten Katze konfrontiert ist, wieder lernt, mit der Rückkehr des alten Fressfeindes umzugehen, fehlt dem in Deutschland vor über 100 Jahren eingebürgerten Muffelwild jeglicher "Sensor" für die Gefahr, die von diesem "Überraschungsjäger" ausgeht. JMB