+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 958 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 9.4.2021) +++
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Wildschweinleber mit PFC belastet: Warnung vor Verzehr

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Kathrin Führes
am
Donnerstag, 25.02.2021 - 07:00
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Wildschweinlebern sollten in Hessen nicht mehr verzehrt werden.

Wie das hessische Umweltministerium berichtet, wurden Per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in Lebern von Wildschweinen nachgewiesen. Das hätten aktuelle Untersuchungen des Hessischen Landeslabors (LHL) ergeben. Daher empfiehlt das Umweltministerium auf den Verzehr von Wildschweinleber zu verzichten. Das Auffinden von PFC in der Leber von Schwarzkitteln sei „bedauerlich, aber leider auch nicht überraschend“, so Umweltministerin Priska Hinz. „Die aktuellen Untersuchungen des LHL zeigen, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht“, führt die Ministerin weiter aus.

Befunde auch in anderen Bundesländern

Bislang seien sieben Wildschweinleberproben aus verschiedenen Landkreisen untersucht worden. In allen Proben sei PFC nachgewiesen worden. Ein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher könne durch den Verzehr der Wildschweinleber nicht ausgeschlossen werden, so das Umweltministerium.

PFC sind künstlich hergestellte Substanzen, die aufgrund ihrer vielfältigen Eigenschaften in der Industrie sowie in privaten Haushalten zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel bei Beschichtungen von Regenjacken. Gerade bei der Herstellung, dem Gebrauch und der Entsorgung von Verbraucherprodukten werden PFC auch in die Umwelt abgegeben. Die Stoffe können in der Umwelt nicht oder nur unvollständig abgebaut werden. Dadurch werden sie von Wildtieren mit der Nahrung aufgenommen. Auch in anderen Bundesländern seien ähnliche Befunde bei Untersuchungen von Wild festgestellt worden.


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