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Wildschweine verursachen Großeinsatz

Auch zwei Hubschrauber wurden zur Suche nach den Schwarzkitteln eingesetzt (Symbolbild). Foto: Bundespolizei


Am Samstagmorgen gegen 8:30 Uhr gingen innerhalb kurzer Zeit mehrere Notrufe bei der Polizeieinsatzzentrale in Kempten (Bayern) ein. Wildschweine waren im Bereich der Anschlussstelle Mindelheim auf die Autobahn gelangt, wodurch es zu mehreren Wildunfällen kam. Und das obwohl im gesamten Bereich laut Ordnungshütern ein Wildschutzzaun installiert ist. Wenig später wurden die Beamten über weitere Kollisionen mehrere Kilometer entfernt in Kenntnis gesetzt.
In der Folge wurden die Autobahn sowie angrenzenden Bereiche daher großflächig mit fünf Streifen abgesucht. Zudem kamen zwei Polizeihubschrauber, einer davon mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, zum Einsatz. Damit sollte ausgeschlossen werden, dass sich weitere Tiere im Dickicht entlang der Straße versteckt halten. Ein zur Hilfe gerufener Jäger konnte währendessen zwei Wildschweine abseits der Autobahn im Bereich Dirlewang ausfindig machen und erlegen.
Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden bei den sechs Unfällen vier Schwarzkittel getötet (Kollision bzw. Überfahren bereits toter Tiere). Der Gesamtschaden beträgt zirka 15.000 Euro, Personenschäden sind glücklicherweise nicht zu verzeichnen. Eine im Anschluss an den Einsatz durchgeführte Kontrolle des Zaunes, auf der Suche nach Löchern, blieb erfolglos. Daher geht die Polizei davon aus, dass die Tiere über eine der Auffahrten auf die Straße gelangten.
PM/RW

 


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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