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Wildschwein verletzt Anwohner – Polizei ermittelt gegen Jäger

Ein Wildschwein rann durch eine Kleinstadt und verletzte zwei Personen (Symbolbild).


Ein Wildschwein sorgte im Landkreis Ludwigsburg (Baden-Württemberg) am vergangenen Samstag für Aufruhr. Das Tier wurde von einer Passantin in der Nähe des Bahnhofes bemerkt. Daraufhin meldete sich die besorgte Bürgerin bei der Polizei und floh vor dem Tier in einen Bus. Ein 74 Jahre alter Mann wurde durch das Wildschwein umgerannt und erlitt dabei schwere Verletzungen.

Mehrere Streifenbesatzungen mit Sturmgewehren sowie ein Polizeihubschrauber suchten daraufhin den Schwarzkittel. Vor den Martinshörnern floh das Tier und rammte dabei unter anderem eine Terrassentür. Ein hinter der Tür befindliches Kind wurde durch umherfliegende Glasscherben leicht verletzt.

Polizei ermittelt gegen Jäger

In den umliegenden Revieren fand an dem Tag eine Drückjagd statt. Woher das Stück Schwarzwild allerdings kam, ist unklar. Es wies jedoch keine Schussverletzungen auf. Die Besatzung des Polizeihubschraubers gab an, dass das Wildschwein bei seiner Flucht wohl auf Artgenossen traf, denen sich das Tier dann anschloss.

Ob ein Zusammenhang mit der durchgeführten Drückjagd besteht, wird derzeit ermittelt, so ein Polizeisprecher gegenüber unserer Redaktion. Als Tatbestand würde "fahrlässige Körperverletzung" in Frage kommen. Hätte keine Jagd stattgefunden, würde auch nicht ermittelt werden, sagte der Polizeisprecher weiter.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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