+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.112 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 7.5.2021) +++
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Wildschwein massiv mit Trichinen befallen

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Mittwoch, 17.02.2021 - 11:00
Wildschwein-Schnee © Вячеслав Савин - stock.adobe.com
Bei einem Wildschwein in Brandenburg wurden Trichinen nachgewiesen (Symbolbild).

Vor wenigen Tagen wurden im Landkreis Barnim (Brandenburg) Trichinen bei einem Stück Schwarzwild festgestellt. Wie der Landkreis mitteilte, handelte es sich um einen massiven Befall. Das Bundesinstitut für Risikobewertung wies bei einer Feindiagnostik schließlich 1455 Larven pro Gramm Muskelfleisch nach. Das 38 Kilogramm schwere Wildschwein wurde nahe Joachimsthal erlegt. Das Wildbret gilt als nicht genusstauglich und wurde entsorgt. In Deutschland ist die amtliche Untersuchung von Schwarzwild auf Trichinen gesetzlich vorgeschrieben.

In den letzten sechs Jahren haben die gemeldeten Trichinen-Nachweise in Brandenburg zugenommen. Wie ein Pressesprecher des Landes mitteilt, wurden 2015 insgesamt sechs positive Untersuchungen verzeichnet. 2018 waren es 14, ein Jahr darauf sogar 27 Nachweise. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 17 Schwarzkittel auf Trichinen positiv untersucht.

Eine Gefahr auch für Menschen

Hinter dem Begriff „Trichinellose“ sind längliche symmetrische Rundwürmer zu verstehen. Diese gliedern sich in mehrere Arten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist Trichinellose eine Zoonose. Das heißt: Sie kommt bei Tieren sowie Menschen vor und kann gegenseitig übertragen werden. Eine Infektion erfolgt durch den Verzehr von rohem oder nicht vollständig erhitztem Fleisch, so das RKI weiter.

Nach einer Inkubationszeit von etwa fünf bis 14 Tagen können u.a. folgende Symptome beim Menschen auftreten:

  • Durchfall
  • abdomnielle Beschwerden
  • hohes Fieber
  • Schüttelfrost