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Wildschwein mit Jagdpfeil beschossen

Dieser Pfeil steckte in der Schwarte der Sau. © Jägerschaft Bernburg

Eine grausame Überraschung erlebte ein Jäger im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt) Anfang Mai. Als der Waidmann eine ordnungsgemäß erlegte Sau anging, entdeckte er einen Pfeil, der aus Schwarte ragte. Der Jagdpfeil hatte sich in die Brust des Wildschweins gebohrt und war am hinteren Teil abgebrochen. Entzündungen oder Vereiterungen wies der etwa 80 Kilogramm starke Keiler nicht auf. Es wird daher davon ausgegangen, dass der Schwarzkittel vor nicht allzu lang Zeit mit Pfeil und Bogen beschossen wurde. Der Erleger meldete den Fall beim Vorsitzenden der Jägerschaft Bernburg, Michael Warthemann, der als ehemaliger Kriminalbeamter Strafanzeige stellte.

Täter ist unbekannt

Wer den Keiler mit dem Jagdpfeil beschossen hat, sei bislang nicht bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass ein Wilderer das Stück Schwarzwild illegal erlegen wollte.

Auch wenn in Brandenburg derzeit ein wissenschaftliches Projekt geplant ist, um die Bogenjagd im Stadtgebiet näher zu erforschen, ist die Jagd mit Pfeil und Bogen nach dem Bundesjagdgesetz verboten. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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