Home News Wildschwein fällt in Grube – Jäger erschießt es

Wildschwein fällt in Grube – Jäger erschießt es

Wildschwein-tot-Wiese © Fotoschlick - stock.adobe.com
Ein Wildschwein war in eine Grube gefallen. Dort wurde es von einem Jäger erlegt.

Schüler der Staatlichen Berufsschule in Lauf a.d. Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land, Bayern) alarmierten am vergangenen Mittwoch die örtliche Polizei. Der Grund: Ein Wildschwein war nahe der Schule in eine gemauerte Grube gefallen. Der Schacht schützt einen alten Baum, da das umliegende Gelände aufgeschüttet wurde. Zwar sichert ein Geländer die Grube ab, jedoch musste das Wildschwein unterhalb der Streben durch gekommen sein.

Jagdbehörde erteilt Abschussfreigabe

Die Polizei zog neben der Feuerwehr, auch den Jagdpächter sowie einen Tierarzt hinzu. Nach kurzer Absprache entschieden sie sich das Wildschwein zu erlegen. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde das zuständige Landratsamt informiert und die Jagdbehörde erteilte eine Abschussfreigabe. Laut Iris Bitzigeio, Pressesprecherin des Landratamts, begründet man diese Entscheidung damit, dass einerseits das Betäubungsmittel nicht lebensmittelrechtlich zu gelassen sei. Hätte ein Jäger den Schwarzkittel anschließend erlegt und das Wildbret unwissend in Verkehr gebracht, könne man ihn dafür rechtlich belangen. Andererseits besteht bei Wildschweinen ein Auswilderungsverbot. Das heißt: Sobald das Tier betäubt und eingefangen ist, darf es nicht mehr in die freie Wildbahn entlassen werden. Das Wildtier müsse dann in eine sechswöchige Quarantäne, um anschließend in einem Wildpark aufgenommen zu werden.

Eine Gefährdung des Umfelds konnte durch die hohen Wände der Grube ausgeschlossen werden. Der Jäger barg anschließend das erlegte Stück Schwarzwild.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.