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Wildschwein in Discounter erlegt

Der Schwarzkittel musste in einem Geschäft erlegt werden. © Patrik Siegwart/ Polizei

Der Schwarzkittel musste in einem Geschäft erlegt werden.


Eine Rotte Wildschweine hatte am Morgen des 23. Mai in Püttlingen (Regionalverband Saarbrücken, Saarland) die Innenstadt unsicher gemacht. Wie ein Sprecher der Polizei gegenüber der Redaktion erklärte, waren die Beamten gerufen worden, weil mehrere Wildschweine in der Nähe des Rathauses unterwegs waren. Die Rotte sei von einem Pkw angehupt worden, woraufhin der Großteil der Schwarzkittel in einen nahegelegenen Park flüchtete. Nur eines der Tiere war in entgegengesetzter Richtung unterwegs und floh in eine Boutique, so der Polizeisprecher weiter. Die Personen, die sich dort zu dem Zeitpunkt aufgehalten hatten, retteten sich nach draußen und schlossen die Ladentür. Die Sau rannte jedoch so energisch dagegen, dass die Tür sich wieder öffnete.

Ein Jäger musste helfen

Anschließend verschwand das Wildschwein in einem gegenüberliegenden Discounter. Auch dort wurde die Tür von außen geschlossen und von der zwischenzeitlich eingetroffenen Polizei mit ihrem Einsatzwagen verbarrikadiert. Dieser wurde so nah vor dem Geschäft geparkt, dass die Sau nicht wieder heraus konnte. Zunächst deaktivierte man die Alarmanlage, um den Schwarzkittel nicht noch mehr zu beunruhigen. Die Beamten – einer davon selbst Jäger – riefen einen weiteren Waidmann hinzu, um sich zu beraten, wie weiter vorzugehen sei. Man habe versucht, ein Betäubungsgewehr herbeizuschaffen oder das Tier mit einem Netz einzufangen, erläutert der Sprecher. Da beides nicht möglich war, entschloss man sich, den Schwarzkittel im Geschäft zu erlegen, um weitere Schäden und eine Gefährdung von Personen zu verhindern. Menschen wurden glücklicherweise nicht verletzt.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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