+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.169 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 17.5.2021) +++
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Wildschwein: Bundesland zahlt rückwirkend Erlegungsprämie

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Montag, 05.04.2021 - 15:44
Schwarzwild-frontal © Erich Marek
Sachsen-Anhalt zahlt ab sofort eine Erlegunsprämie für Schwarzwild – auch rückwirkend bis 1 Januar 2021.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt hat am 24. März bekanntgegeben, dass Jägern eine Erlegungsprämie für Schwarzwild ausgezahlt wird. Die Prämie war bereits im Oktober 2020 im Gespräch, wurde jedoch aufgrund interner Unstimmigkeiten der Ministerien bis jetzt nicht durchgesetzt. Die Auszahlung wird daher auch rückwirkend vom 1. Januar 2021 vom Land gewährt und gilt bis zum Ende des Kalenderjahres.

Die Prämie beträgt eine Höhe von 65 Euro pro erlegtem Stück Schwarzwild – führende Bachen sind hiervon ausgenommen. Sie solle ein Anreiz zur Reduktion der Schwarzwildbeständen sein, so das Ministerium. Auch mit Blick auf den Preisverfall für Wildschwein-Wildbret sowie den coronabedingten Schließungen der Gastronomie.

Die Antragstellung sowie eine spätere Auszahlung erfolgt über die Landkreise und kreisfreien Städte. Als antragsberechtigt gelten Personen im Sinne von Jagdausübungsberechtigen gemäß § 1 LJagdG Sachsen-Anhalt. „Für Schwarzwild, das im Rahmen der Erfüllung dienstlicher Aufgaben oder in Gehegen erlegt wurde, wird keine Erlegungsprämie gewährt“, so das Landwirtschaftsministerium weiter.

Die Geldprämie des Früherkennungsprogramms im Rahmen der ASP-Bekämpfung laufe parallel weiter. Hierbei werden 50 Euro an Personen ausbezahlt, die tote oder kranke Wildschweine finden und diese hinsichtlich der Afrikanischen Schweinepest beproben.


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