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Wildsau-Kadaver im Kanal

Seit drei Jahren haben Anwohner im Frühjahr diesen Anblick... Foto: P. Gutzmann © P. Gutzmann

Dieses Mal trieben fünf Kadaver im Verbindungskanal zwischen Schlosssee und Küchenteich. Damit ist es das dritte Mal innerhalb von drei Jahren das verendete Wildschweine in Boitzenburger Gewässern gefunden wurden. „Es waren Tiere verschiedenen Alters. Darunter Überläufer und eine Bache“, teilte Ramona Fischer, Sprecherin der Kreisverwaltung Uckermark der Redaktion mit. Laut Fischer sei eine veterinärärztliche Untersuchung auf ASP (Afrikanische Schweinepest), KSP (Klassische Schweinepest) und Aujeszkysche Krankheit (Pseudowut) ohne Befund ausgefallen – Tod durch Ertrinken vermuten die Amtstierärzte.
Mit dieser Erklärung ist Peter Gutzmann aber nicht zufrieden: „Etwa 132 Seen gibt es in der Uckermark. Die Sauen kennen das Wasser und nehmen es freiwillig an“, hinterfragt der erfahrene Jäger die Erklärung des Veterinäramts. Auch die Theorie, dass die Tiere im Eis eingebrochen seien hält er für sehr unwahrscheinlich. „So viel Eis gibt es hier selten. Weder waren die Kadaver stark verwest noch aufgedunsen auch die Borsten saßen fest in der Schwarte. Beschossen wurden die Sauen ebenfalls nicht“, so Gutzmann gegenüber jagderleben. Komisch erscheint dem Waidmann, dass die verendeten Tiere wie in den Vorjahren immer im Frühjahr auftauchen. Für ihn bleibe es ein Rätsel, erklärte er abschließend.
MH