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Wildreste am Straßenrand "entsorgt"

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Sonntag, 07.02.2016 - 01:08
Dies ist eine Aufnahme von den illegal abgelegten Überresten. Foto: R. Marten © R. Marten
Dies ist eine Aufnahme von den illegal abgelegten Überresten. Foto: R. Marten

Die illegal abgelegten Überreste wurden am vergangenen Mittwoch von Anwohnern entdeckt. Erzürnt über den Fund an einer Kreisstraße zwischen Strasburg und Wismar (Kreis Vorpommern-Greifswald), wurde kurzerhand die örtliche Zeitung sowie der Kreis informiert. Für den „Nordkurier“, der bereits letztes Jahr mit einem Waidmann hart ins Gericht ging (wir berichteten hier), waren die Schuldigen schnell gefunden: „Offenbar gibt es Jäger, die die jagdlichen Überreste nicht fachgerecht entsorgen“, schreibt das Blatt. Eher nebensächlich wurde dann jedoch eingeräumt, dass es auch Hinterlassenschaften eines Wilderers seien könnten.
„Der zuständige Jagdpächter ist es sicher nicht gewesen“, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim zwei Tage nach dem Fund. Man kenne seine Pappenheimer. Eine Gemeinschaftsjagd, von der die Kadaverteile stammen könnten, hätte es weder dort noch in der Nähe gegeben, so der Sprecher. Für Froitzheim ist der Fall auch deswegen nicht eindeutig, weil der Fundort im Grenzgebiet zu Brandenburg liegt. „Wir sind ganz eng dran an der Sache“, sagte er abschließend gegenüber der jagderleben-Redaktion.
Auch die Polizei ist eingeschaltet. „Der Jagdpächter hat eine Anzeige wegen Wilderei gemacht“, erklärte Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam. Ebenfalls hätte der Kreis den Vorfall angezeigt. Nun ermittle man weiter.
RJE