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Wildpferde sollen weg

Etwa eine Million Wildpferde leben in Australien (Symbolbild). Foto: David Maicher/pixelio.de


Für Aufregung sorgt der Entwurf eines Managementplans für Wildpferde. Darin geht es um 6.000 Tiere im Kosciuszko-Nationalpark, der rund 350 Kilometer südwestlich von Sydney liegt. Ursprünglich gab es keine Pferde auf dem Kontinent, bis sie von Menschen dort hin gebracht wurden. Seither steigen die negativen Auswirkungen auf die Natur proportional mit dem Bestandswachstum. Durch die Überpopulation im Schutzgebiet sei besonders die subalpine und alpine Landschaft gefährdet, heißt es in einer Mitteilung der Umweltschutzbehörde. Aus diesem Grund plant die Regierung von New South Wales in den nächsten 20 Jahren den Pferdebestand auf 600 Tiere zu reduzieren. Hierfür gäbe es mehrere Maßnahmen, die von Einfangen und Umsiedeln, über Geburtenkontrolle und Einzäunen bis zum Erschießen reichen würden, teilte Umweltminister Mark Speakman mit. Da man sich über die Sensibilität des Vorhabens bewusst sei, wurde die Öffentlichkeit gebeten bis zum 8. Juli 2016 Stellung zur Auswahl der Entnahmemethode zu nehmen.
Im November 2013 gab es eine ähnliche Aktion. Wie die "Süddeutsche" mitteilte, ließ die australische Regierung damals über 1.200 "Brumbys" (australische Bezeichnung für die Wildpferde) im Gebiet um die Siedlung Yuendumu bei Alice Springs töten. Damals entschied man sich die Tiere aus einem Helikopter heraus zu erschießen. Bei dieser Maßnahme habe nicht der Landschaftsschutz im Vordergrund gestanden, sondern vielmehr das Wohl der Tiere, da diese nicht mit dem Wasser- und Nahrungsmangel hätten umgehen können, so das Blatt.
PM/MH