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Wildpferde: Grausam zu Tode geliebt

Experten sind der Meinung, dass der Bestand der Wildpferde deutlich zu hoch ist für den vorhandenen Lebensraum (Symbolbild).


Über die Hälfte der in den USA vorkommenden Wildpferde leben im Bundesstaat Nevada. Dank des Schutzstatus dürfen gesunde Tiere weder getötet noch an Schlachthäuser verkauft werden. Privatpersonen ist es nur unter bestimmten Auflagen erlaubt, einen Mustang zu erwerben. Doch das "Bureau of Land Managment", das den Bestand der Wildpferde kontrolliert, schlägt nun Alarm. Mittlerweile gibt es einfach zu viele wilde Pferde. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet, schätzen Experten, dass es einen Lebensraum für rund 27.000 Wildpferde gibt, aktuell liegt der Bestand aber bei 73.000 Tieren. Und jedes Jahr nimmt die Anzahl um etwa 20 Prozent zu.

Falsch verstandener Tierschutz

Mittlerweile würden immer mehr Pferde verhungern. Die Aufforderung, den Mustang-Bestand durch eine Bejagung wieder auf ein verträgliches Niveau zu bringen, löste einen großen Aufschrei in der Bevölkerung aus. Aus falsch verstandenem Tierschutz scheint es so, als würden die Menschen den Tieren lieber beim Verhungern zuschauen, als der Erlegung einiger Pferde zuzustimmen. Dies würde das Tierleid allerdings wesentlich vermindern. KF


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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