+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.774 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 2.8.2021) +++
Home News Wildkatze: Untersuchung zeigt überraschende Verhaltensweisen

Wildkatze: Untersuchung zeigt überraschende Verhaltensweisen

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Samstag, 13.03.2021 - 06:56
Die Telemetrie-Daten lieferten überraschende Ergebnisse über das Verhalten von Wildkatzen. © WildMedia - stock.adobe.com
Die Telemetrie-Daten lieferten überraschende Ergebnisse über das Verhalten von Wildkatzen.

Die Deutsche Wildtier Stiftung hat im vergangenen Jahr neun Wildkatzen mit GPS-Sendern ausgestattet. Wie die Stiftung mitteilt, wollte man damit das Streifgebiet von Wildkatzen im Norddeutschen Tiefland ermitteln. Nun gibt es erste Ergebnisse, die für die Forscher zum Teil überraschend waren.

Kuder war auf 14.000 Hektar unterwegs

So stellte sich der Kuder „M2“ als wahrer „Langstreckenläufer“ raus, so Malte Götz, Leiter des Wildkatzenprojekts. Während männliche Wildkatzen in anderen Untersuchungen lediglich Aktionsräume zwischen 1.500 und 3.000 Hektar nutzten, war „M2“ auf 14.000 Hektar unterwegs. Alleine war er bei seinen Streifzügen aber nicht, wie Götz weiter mitteilt: „Außerdem hat Kater „M2“ offensichtlich eine gute Freundin: mit "F1" nutzt er hin und wieder gemeinsame Tagesverstecke.“

Überraschung beim genutzten Lebensraum

Eine weitere Überraschung gab es für die Forscher beim genutzten Lebensraum. Bislang war man davon ausgegangen, dass Wildkatzen streng an Lebensräume im Wald gebunden sind. „Doch große Teile in unserem Untersuchungsgebiet auf dem Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide nördlich von Magdeburg sind von Heide geprägtes Offenland.“ Dort hat die Freundin von „M2“ sogar in einem von Birken umsäumten Steinhaufen ihre Jungen zur Welt gebracht. „Ginsterbüsche und kleine Gehölzinseln dienen den Wildkatzen dort als Ruheverstecke“, so Malte Götz. PM


Kommentieren Sie