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Wildkatze: Monitoring wird ausgeweitet

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Samstag, 06.02.2021 - 07:23
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Wildkatze-Wald © mrr - stock.adobe.com
Die Wildkatze ist ein sehr heimlicher Waldbewohner.

Am 2. Februar hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Brandenburg (BUND) bekannt gegeben, dass das Wildkatzen-Monitoring deutlich ausgeweitet wird. Künftig sollen in den Landkreisen Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark sowie in den Naturparken Hoher Fläming, Märkische Schweiz und Schlaubetal mithilfe der Lockstockmethode die heimlichen Waldbewohner nachgewiesen werden.

30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer

Hierfür suchte die Umweltschutzorganisation geeignete Flächen und unterteilte diese in Quadrate von 10 x 10 Kilometer, erklärt Angelique Hardert, Projektleitung Wolf, Biber, Elch & Co. beim BUND, der Redaktion. Insgesamt werden im Bundesland 14 solcher Quadrate untersucht. Bis April sind dann rund 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterwegs die Lockstöcke wöchentlich zu kontrollieren. Auch kümmern sich die Freiwilligen um den Kontaktaufbau zu den Grundstückseigentümern und deren Einwilligung. „Ein gezieltes Monitoring wird uns gute Hinweise über die Verbreitung der Wildkatze im Land Brandenburg geben.

Das Monitoring können wir auch nutzen, um geeignete Stellen zu identifizieren um einen Biotopverbund weiter zu entwickeln“, zitiert der BUND Silvia Bender, Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) in ihrer Pressemitteilung. Erstmals wurde 2019 eine Wildkatze anhand von Genproben in Brandenburg nachgewiesen. Letztes Jahr waren es insgesamt vier Individuen.

Wie der "NDR" berichtet, konnte der BUND Deutschland nun auch in der Lündeburger Heide (Niedersachsen) eine Wildkatze nachweisen. Dies sei bislang der nördlichste Nachweise in Deutschland, erklärt Andrea Krug vom BUND gegenüber dem "NDR".

Die Lockstock-Methode

Bei der Lockstockmethode wird eine Baldrian-Lösung an einen angerauten Holzstock gesprüht. Der Duft lockt die Wildkatzen an und sorgt dafür, dass sich diese am Lockstock reiben. Dabei bleiben Haarproben an den eingeschnittenen Kanten hängen und können für eine Genanalyse abgesammelt werden.


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