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Wildkameras im Blickfeld

Landesjägermeister Dr. Daniel Hoffmann (rechts) dankte Dr. Helmut Wölfel für seinen Vortrag. Foto: Günther Klahm © Günther Klahm

Demnach halte er die Kameras an Salzlecken, Kirrungen und Hochsitzen für legitim. Das Thema beherrschte lange auch die saarländischen Medien und den Datenschutz, der prüfen will, ob und wenn ja, wo solche Kameras im Revier zulässig sind. Der Landesjägermeister, selbst Wildbiologe, wies darauf hin, dass solche Kameras in der Forschung bereits seit langem gang und gäbe seien. Nach Auffassung der Jägerschaft völlig daneben liegen aber die nachträglichen Aussagen der Landtagsabgeordneten Tobias Hans (CDU) und Günter Waluga (SPD), beide datenschutzpolitische Sprecher ihrer Fraktion. Es geht nicht, wie von ihnen im Saarländischen Rundfunk behauptet, um die "Überwachung durch Privatpersonen", sondern ausschließlich und alleine um die Beobachtung von Wild und dessen Aktivitäten.
Bei der Neufassung einzelner Paragrafen im saarländischen Jagdgesetz sprach sich Hoffmann ebenso dafür aus, neueste Erkenntnisse des Natur- und Tierschutzes in die Novellierung einzubringen. Dazu gehöre auch das Ende der Jagdzeit für weibliches Rehwild und Kitze am 31. Dezember.
Im Umgang mit räudigen Füchsen während der Schonzeit vom 16. Februar bis zum 15. August, insbesondere mit den Verbring- und Entsorgungsmöglichkeiten, hat die VJS ein Merkblatt verfasst und herausgegeben, das auch auf ihrer Internetseite einzusehen ist. Staatsekretär Roland Krämer von Ministerium für Umwelt und Verbrauchschutz sprach sich für eine Weiterentwicklung der Jagd aus und dass die Überarbeitung des saarländischen Jagdgesetzes in Teilbereichen in Zusammenarbeit mit der VJS erfolge.
Bei den Jägern nicht unumstritten waren die Thesen von Dr. Helmuth Wölfel, ehemals Institut für Wildbiologie Göttingen und Dresden e.V., der über das Thema „Wie viel Jagd und Hege verträgt das Reh? Der Förster Frust ist der Rehe Lust!“ referierte.

Günther Klahm