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Wildkamera in Sachsen zerstört: Täter durch Bilder überführt

Zerstoerte-Wildkamera-2 © Fotos: Jonny Bochmann
Anhand eines Fotos konnte der Täter überführt werden.

Viele Jäger nutzen Wildkameras, um beispielsweise Reh- oder Schwarzwild in ihrem Revier nachzuweisen. So auch Jonny Bochmann im Revier seines Schwiegervaters nahe Jahnsdorf (Sachsen). Als er Anfang Juni seine beiden Kameras kontrollieren wollte, war bereits das Anlaufen vielversprechend: Zwei Jährlinge sprangen ab und Fährten von Schwarzwild waren deutlich zu erkennen.

Wildkameras waren zerstört

Als er jedoch an der ersten Fotofalle angekommen war, schlug seine Freude schnell in Ärger um. Unbekannte hatten die Bewegungssensoren eingedrückt. Dasselbe Bild zeigte sich auch bei der etwa 300 Meter entfernten zweiten Wildkamera - hier waren ebenfalls die Sensoren zerstört. Die Kameras habe er sehr abgelegen angebracht, so Bochmann gegenüber der Redaktion. Er könne sich nicht erklären, wie Spaziergänger diese entdecken konnten.

Zerstoerte-Wildkamera-2 © Fotos: Jonny Bochmann

Anhand eines Fotos konnte der Täter überführt werden.

Täter auf Wildkamera festgehalten

Der Jäger nahm beide Fotofalle mit nach Hause, um dort die Bilder auszuwerten. Er habe gehofft, dass der Täter auf einer Aufnahme zu sehen ist, um ihn bei der Polizei anzuzeigen.

Dann die Überraschung: Bei beiden Kameras ist auf dem jeweils letzten Bild ein Specht zu sehen. Dieser muss auf die Bewegungssensoren eingehackt haben. Eine andere Erklärung habe Bochmann nicht. Nun will er sich zwei neue Kameras kaufen. Diese möchte der Jäger aber vor einem erneuten „Hack-Angriff“ schützen. Derzeit tüffelt Jonny Bochmann daher an einem möglichen Käfig aus Draht.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.