Wildfütterung: Nabu befürwortet Hungertod

Während die Jagdbehörden vieler Landkreise in Brandenburg offizielle Notzeiten ausgerufen und das vielerorts geltende Fütterungsverbot aufgehoben haben, sprechen sich Nabu und ÖJV gegen die Fütterung von Wildtieren aus.
Ein strenger Winter habe eine wichtige Funktion, erklärte Tom Kirschey, der Vorsitzende des Nabu Brandenburg, gegenüber dem Oranienburger Generalanzeiger. Er regele den Bestand an Wildtieren "auf natürliche Weise" und helfe so, Wildschäden zu verringern. Angesichts der großen Zahl an Wild in Brandenburgs Wäldern wünsche sich Kirschey "öfter derart lang anhaltende Winterperioden". Winterfütterungen in Notzeiten seien dem veralteten Jagdrecht zuzuschreiben, das aus "längst vergangenen Zeiten stamme und angepasst werden müsse".
Leider geht aus Kirscheys Worten nicht mit der wünschenswerten Deutlichkeit hervor, dass die Nabu-Forderung auf die Inkaufnahme des Hungertodes unzähliger Wildtiere hinausläuft. Der Nabu misst zudem mit zweierlei Maß: Auf der Homepage des Landesverband Brandenburg (Im Bild ein Ausriss daraus) wirbt der Verband für die Winterfütterung von Vögeln. Motto: "Futterhäuschen bauen & gewinnen!". RJE