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Wilderer tötet Fotografen

Der überlebende Jäger Lukács Zsolt. Foto: Gábor Agyaki © Gábor Agyaki

Während Anfang der Woche bei einem knapp 40-minütigen Feuergefecht in Kenia fünf Wilderer vom Kenia Wildlife Service in West Pokot County getötet wurden, erreichte uns jetzt die Nachricht eines tragischen Vorfalls in Ungarn.
Ein Wilderer (36) ermordete Mitte März des Jahres den 44-jährigen Fotografen László Balogh und verletzte den 22 Jahre jungen Berufsjäger Zsolt Lukács schwer. Beim Beschicken von Fütterungen in einem Revier der Jagdgesellschaft Somgyhárságyi Nimród nahe Pécs (Fünfkirchen) hatten die Freunde teilweise aus der Decke geschlagenes Rotwild entdeckt. Als sie mit dem ortsbekannten Wilddieb zusammentrafen, zog dieser eine Pistole und schoss sofort. Balogh wurde durch einen Bauchschuss verwundet und sackte in sich zusammen. Den weglaufenden Freund traf das Projektil im Rücken und verletzte dadurch die Lunge. Zum Verhängnis wurde dem am Boden liegenden Balogh der Griff zu seinem Mobiltelefon, was der Wilddieb bemerkte: Er kehrte um und schnitt ihm daraufhin sogleich die Kehle durch. Trotz seiner schweren Verletzung gelang es dem zweiten Opfer sich zu verstecken und die Polizei zu verständigen. Diese gab wenig später die Verhaftung des Täters bekannt. Die Ermittlungen zu einer rechtskräftigen Verurteilung dauern noch an.
MW/BHA