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Wilderer frei zum Abschuss

Ein von Wildhütern gefundener entbeinter Tiger-Kadaver. Foto: SAVE Wildlife Conservation Fund © SAVE Wildlife Conservation Fund

Während uns aus Afrika immer wieder Meldungen von gewilderten Nashörnern und Elefanten erreichen, geht es in Indien dem streng geschützten Tiger an den Kragen. Seit Ende April 2012 werden von Wildhütern, unter anderem in dem Tiger-Schutzreservat Tadoba-Andhari in Zentralindien, vermehrt Tiger-Kadaver gefunden, wie die Tierschutzorganisation "SAVE" in einer kürzlich erschienenen Pressemitteilung berichtet.
Da den Tieren sämtliche Knochen entfernt wurden, vermutet man, dass sie für den chinesischen Aberglauben getötet wurden. Das Knochenmehl der Raubkatzen gilt, wie auch das Rhino-Horn, in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilmittel und wird auf dem Schwarzmarkt mit Höchstpreisen bezahlt. Die Nationalparkverwaltungen sowie die Regierung scheinen machtlos zu sein, obwohl sie die Zahl der Wildhüter um ein Vielfaches erhöht haben. Abschreckend könnte ein neues Recht der Tigerschützer sein: Sie dürfen Wilderer neuerdings erschießen.
BS