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Wilderer-Duo verurteilt

Einen Vertreter dieser Art hatten die beiden Verurteilten gefangen. Foto: Dr. A. Schüring © Dr. A. Schüring
Einen Vertreter dieser Art hatten die beiden Verurteilten gefangen. Foto: Dr. A. Schüring © Dr. A. Schüring

Einen Vertreter dieser Art hatten die beiden Verurteilten gefangen. Foto: Dr. A. Schüring

Fast genau vor einem Jahr wurden die Männer beim Hantieren mit einer Lebendfangfalle in Henningen (Altmarkkreis Salzwedel) von einem Jäger beobachtet und später angezeigt. Auf frischer Tat ertappt, versuchte der Sohn die Falle zu versteckten. Jedoch vergeblich, denn der zuständige Jagdpächter und die Polizei fanden das Beweisstück – sogar mit Beute. „Der Nutria wurde befreit und die Falle sichergestellt“, berichtete der Gerichtssprecher Dr. Klaus Hüttermann im Gespräch mit der Redaktion. Trotz Zeugenaussagen und erdrückender Spurenlage leugneten die Angeklagten vor Gericht die Tat. Hüttermann, selbst Richter im vorliegen Fall, habe der „sehr guten, sachlichen und detaillierten Schilderung des Jägers“ geglaubt. Er folgte dem geforderten Strafmaß der Staatsanwältin und verhängte sowohl für Vater als auch Sohn – übrigens beide insgesamt wegen anderer Delikte 20 Mal vorbestraft – eine Strafe von 800 und 500 Euro. Auf die Frage, ob die Fallensteller Rechtsmittel einlegen wollen, sagte laut Hüttermann der gerichtserfahrene Vater: „So ein verdammter Scheiß, dass wird ja dann immer noch schlimmer." Damit ist das Urteil rechtskräftig. Was die Männer mit dem Tier wollten, blieb ungeklärt.
MH