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Wilderer-Duo ertappt

Federn gelassen: Ein Fasan war das Objekt der Begierde. Foto: Klaus Schneider © Klaus Schneider

Gegen 21 Uhr informierte ein Zeuge Ende November die Polizei. Die Alarmanlage am Sindorfer Wasserwerk hatte angeschlagen. Einbrecher fanden die Beamten zwar nicht vor, stattdessen hörten sie jedoch verdächtige Geräusche.
Kurz darauf entdeckten sie an einem Feldweg einen 40-Jährigen mit seinem 14-jährigen Sohn in einem Gebüsch. Die Hände des Mannes waren blutverschmiert, darum wurde dieser sofort gefesselt. Bei der anschließenden Leibesvisitation fanden die Polizisten ein Messer an dem eine Feder klebte. Diese stammte offenbar von einem Fasan, den die Beamten unweit des Festnahmeorts in einem Gebüsch fanden. Er wies ein Einschussloch auf. Das „Tatwerkzeug“ fand sich schließlich auch noch: „Es handelt sich um eine Langwaffe Stoeger Modell X20 im Cal. 5,5 mm/22 mit Zielfernrohr und dazugehöriger Munition“, teilte Polizeisprecher Bernd Mauel der Redaktion mit. Dem zuständigen Jagdpächter Manfred Riesen waren in seinem Revier bis dahin keine Wildereivorfälle bekannt, wie er gegenüber jagderleben erklärte. „Wir haben uns zwar schon gewundert, dass die Fasanen weniger wurden, dachten aber eher an das Fasanensterben. Nun wissen wir Bescheid“, so der Jäger.
Die Tatwaffe wurde sichergestellt, den beiden Beteiligten droht jetzt ein Strafverfahren wegen Jagdwilderei.
MH/PM