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Wilderei: Zehn illegale Abschüsse aufgeklärt

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Dienstag, 26.01.2021 - 09:45
Mehrere Rothirsche hatte der Wilderer unter anderem illegal erlegt. © Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Mehrere Rothirsche hatte der Wilderer unter anderem illegal erlegt.

Einen wichtigen Schlag gegen Wilderei ist der Kantonspolizei in Graubünden (Schweiz) gelungen. Wie die Beamten berichten, konnten zehn illegale Abschüsse zwischen 2014 und 2020 aufgeklärt werden. Bei dem Täter handelt es sich um einen Jagdscheininhaber. Der Jäger war im vergangenen Jahr von der Wildhut dabei aufgehalten worden, wie er versuchte zwei erlegte Kronenhirsche abzutransportieren. 

Der 41-Jährige hatte die beiden Stücke während der Hochjagd illegal erlegt. Anstatt Selbstanzeige zu erstatten, transportierte der Waidmann die Hirsche mit Hilfe zweier Jagdkameraden ab. "In der polizeilichen Einvernahme gab der 41-Jährige zu, dass er die Hirsche nicht in die Abschussliste eingetragen hatte, um die Fehlabschüsse zu verheimlichen", so die Kantonspolizei.

Weitere acht illegale Abschüsse außerhalb der Jagdzeit

Im Laufe der Ermittlungen kam der Verdacht auf, dass der Waidmann weitere "strafbare Handlungen gegen die Jagdgesetzgebung" begangen haben könnte. Im Zuge der Vernehmungen gab er dann zu, auf Gemeindegebiet von Seewis außerhalb der Jagdzeit zwischen 2014 und 2020 unberechtigt zwei weitere Kronenhirsche, zwei Gamsböcke und vier Rehböcke erlegt zu haben.

Der Tatverdächtige soll nun wegen "Widerhandlungen gegen die Jagdgesetzgebung" angeklagt werden.


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