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Wilderei wirft Waldrapp-Projekt zurück

Beim Waldrapp handelt es sich um eine extrem seltene heimische Vogelart. Foto: Bettina Diercks © Bettina Diercks

Die drei Ibis-Vögel waren einem Wilderer in der Region Livorno (Italien) zum Opfer gefallen. Darunter die große Hoffnungsträgerin "Goja". Sie ist der erste ausgewilderte Waldrapp, der vor zwei Jahren ohne menschliche Hilfe vom Winterquartier zurück nach Hause gefunden hatte. In diesem Jahr waren es schon zwölf.
Bis 2019 hofft das Projekt auf 150 Zugvögel. Aufgrund des Verlustes überlegt das "Waldrappteam" derzeit jedoch, ob sie die Vögel ins Winterquartier (Laguna de Orbetello/ Toskana) bringen und nicht fliegen lassen. Künftig will das Waldrapp-Team auf alle Fälle Risiken reduzieren, indem es die Tiere nach Überquerung der Alpen soweit möglich einsammelt und in ihr Winterquartier in der Laguna de Orbetello, Toskana, bringt. Aber das sei keine Lösung auf Dauer.
Ziel sei es vielmehr, bis 2019 drei Kolonien mit je 50 Zugvögeln zu erreichen. Damit könnte die vor kurzem noch als ausgestorben geltende Art selbstständig weiterbestehen. Da alle Burghauser Waldrappen mit GPS-Sendern ausgestattet sind, lassen sich die Verluste genau orten. Da Waldrappen in Italien ebenfalls nicht erlegt werden dürfen, erwartet den italienischen Wilderer jetzt eine Zivilklage und eine Geldstrafe bis zu 2.000 Euro.

Bettina Diercks
 

 

 


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