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Wilderei: Unbekannte machen "Jagd" mit Schlingen und Armbrust

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Sonntag, 26.01.2020 - 07:44
Rehwild-im-Winter © Erich Marek
In Baden-Württemberg treiben Wilderer ihr Unwesen. Mittels Drahtschlingen wollen sie Rehwild erbeuten.

Im Hohenlohekreis sowie im Neckar-Odenwald-Kreis (Baden-Württemberg) kam es in den vergangenen Wochen mehrfach zu Funden, die auf Wilderer schließen lassen. So fand man bei Öhringen während der Kontrolle einer Christbaumkultur eine Stelle, wo der Zaun so eingeschnitten war, dass ein „Zwangswechsel“ für Wildtiere entstanden war. Dort wurde eine Schlinge platziert, in welcher sich bereits ein Reh verfangen hatte. Eine weitere Drahtschlinge wurde zwischen den Weihnachtsbäumen gefunden. Hundehalter in der Gegend werden laut Polizei darum gebeten, ihre Vierbeiner aus Sicherheitsgründen an der Leine zu führen.

Am Mittwoch meldete ein Anrufer bei der Polizei ein weiteres totes Reh in Pfedelbach. Wie die Polizei mitteilt, sei das Reh "fachmännisch ausgenommen" worden. Die zuständigen Jagdpächter und die Beamten prüfen nun, ob der Verdacht der Jagdwilderei besteht. Unklar sei, ob die Tat mit den anderen Fällen von Jagdwilderei in Zusammenhang steht. 

Auch Armbrustpfeil entdeckt

Gut 40 Kilometer nördlich in Osterburken fand ein Jagdpächter ebenfalls ein Stück Rehwild, welches in einer Schlinge erstickt war. Zudem entdeckte ein Jäger einen Armbrustpfeil in der Nähe einer Schwarzwildkirrung.

Ob ein Zusammenhang zwischen den „Tatorten“ besteht, ist bislang unklar. Vom Täter fehlt laut Polizei bislang jede Spur.