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Wilderei: Reh mit Schlinge getötet

Das Reh strangulierte sich in einem langen Todeskampf selbst. © Manfred Schrepfer

Das Reh strangulierte sich in einem langen Todeskampf selbst.


Am Sonntag Vormittag (24. März) entdeckte eine Spaziergängerin ein mit der Schlinge gewildertes Reh im Bauschheimer Wald bei Rüsselsheim (Hessen). Der Hund der Frau folgte der Wittrung der seit etwa zwei Tagen verendeten Geiß circa 30 Meter vom Weg entfernt. Sie verständigte einen ihr bekannten Nachbarpächter.

Mit einem Weidezaun-Isolator wurde die kräftige Drahtschlinge an einem Baum fixiert. © Manfred Schrepfer

Mit einem Weidezaun-Isolator wurde die kräftige Drahtschlinge an einem Baum fixiert.

Wilderer beweist Sachkenntnis

Da der Pächter vorerst nicht zu erreichen war, verständigte der Nachbar die Polizei. Bei dem verendeten Stück handelt es sich um eine vermutlich tragende Geiß, die nach langem Todeskampf in einer Drahtschlinge verendet war.

„Das war jemand der sich auskennt – das muss man können“, erklärte der Nachbarpächter gegenüber der Redaktion. Der stabile Weidedraht sei genau auf dem Wechsel zu einem Wildacker gelegt gewesen. Der Täter müsse über einigen Sachverstand verfügen. An einem nahegelegenen Baum war die Schlinge mit einer Weidezaun-Öse eingeschraubt.

Jäger gehen zusammen auf Schlingensuche

Auch der Nachbarpächter hatte vor einigen Jahren acht Schlingen aus Kupferdraht in seinem Revier entdeckt. Die Reviernachbarn wollen nun gemeinsam die Waldränder nach weiteren Schlingen absuchen – auch zum Schutz von Haustieren in dem viel frequentierten Erholungsgebiet. Die Jägerschaft vermutet Täter von außerhalb. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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