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Wilderei mittels Drahtschlinge: Jäger muss Wildschwein erlösen

Phil Kahrs © Phil Kahrs
Phil Kahrs
am
Samstag, 16.04.2022 - 15:11
Schwarzwild-Sonne-schlafend © ©Achim Wagner - stock.adobe.com
Ein Tatverdächtiger konnte bisher noch nicht ermittelt werden (Symbolbild).

In einem Waldgebiet bei Zweibrücken, Rheinland-Pfalz, musste durch einen Jäger ein Stück Schwarzwild erlöst werden. Dieses hing Anfang März mit dem Kopf in einer illegalen Drahtschlinge fest. Das teilte die Polizeiinspektion Pirmasens in einer Pressemitteilung mit. Es sei davon auszugehen, dass das Tier mehrere Tage in der Falle gefangen war. Wann die Schlinge ausgelegt wurde, sei nicht mehr festzustellen. Die Polizei ermittelt nun wegen Jagdwilderei.

Die Polizei geht laut Pressemeldung von einem „qualifizierten Fall der Jagdwilderei“ aus. „Die Schlingen werden ohne Köder auf einem Wildwechsel, bevorzugt an einer Engstelle, ausgelegt. Passierendes Wild verfängt sich in der Schlinge, die wie ein Kabelbinder funktioniert und sich immer weiter zuzieht.“ Das gefangene Wild verendet qualvoll über Tage in diesen Fallen.

Auf Rückfrage der Redaktion gab die Polizei in Zweibrücken an, dass die Ermittlungen noch andauern würden. In der Vergangenheit habe es keine ähnlichen Fälle der Wilderei im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Zweibrücken gegeben. Deshalb sei es schwierig, Anhaltspunkte für die Ermittlungen zu fassen. In der Nähe von Saarbrücken sei eine ähnliche Falle gefunden worden. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Wildererfallen sei zu überprüfen.

Die Polizei warnt, dass diese Art Schlingen auch für Menschen gefährlich seien. Gerade jetzt, wenn sich wieder mehr Menschen draußen aufhalten, sei besonders darauf zu achten. Wer entsprechende illegale Fallen finde, solle dies der zuständigen Polizei melden und Abstand halten.

Zeugen oder Hinweisgeber werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Pirmasens unter der Telefonnummer 06331-520-0 oder per E-Mail kipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen.


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