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Wilderei: Immer wieder Wildkatzen eingesammelt

Junge Wildkatzen sind oft noch naiv. © Michael Breuer

Immer wieder werden Wildkatzen im Wald eingesammelt und mitgenommen. Im Taunus (Hessen) werden vor allem die noch naiven Jungkatzen von Waldbesuchern oft für ausgesetzte Hauskatzen gehalten, erklärt Thomas Götz vom Forstamt Weilrod gegenüber der Redaktion. Dass es sich dabei um eine Straftat handelt, sei den wenigsten bewusst.

Später landen die Tiere dann oft im Tierheim, weil die vermeintlichen Retter bemerken, dass es sich nicht um zahme Haustiere handelt. Dort werden die Probleme laut Götz jedoch nur noch größer. Wildtiere dürfen nur in Notfällen in Tierheimen gehalten werden. Hier prallen Artenschutzrecht, Tierschutzrecht und Jagdrecht aufeinander.

Eher Wildkatze als Hauskatze

Dazu kommt, dass die Kätzchen oft einen lebensgefährlichen Schock erleiden. Sie einfach wieder in den Wald zu bringen, ist jedoch auch keine Option, so Götz. Die Jungtiere werden von der Mutter nicht wieder angenommen, wenn sie nach Mensch riechen. Es sei im Taunus inzwischen wahrscheinlicher, eine Wildkatze anzutreffen, als ausgesetzte Hauskatzen. Deshalb wird darum gebeten, die Tiere unbedingt im Wald zu lassen und das Forstamt zu informieren. SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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