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Wilderei: Illegal erlegter Muffelwidder gefunden

Leonie-Engels © Leonie-Engels
Leonie Engels
am
Mittwoch, 12.01.2022 - 17:02
Muffelwidder © Sieg-Fotografie – stock.adobe.com
Muffelwild ist in der Region Bernburg eigentlich keine eingesessene Wildart. Zusätzlich wird sie vom Wolf sehr dezimiert. (Symbolbild)

Am Dienstag, den 4. Januar, hat ein Jagdpächter in seinem Revier zwischen Latdort und Gerbitz bei Nienburg (Saale) (Sachsen-Anhalt) einen verendeten Muffelwidder gefunden. Das Wildtier wies ein eindeutiges Einschussloch vor, wurde aber von keinem ihm bekannten Jäger erlegt, berichtete der Jagdpächter der „Volksstimme“. Da das Mufflon durch einen Leberschuss verletzt wurde, ist davon auszugehen, dass es nicht sofort verendete. Auch sei beim Wildkörper noch keine Totenstarre eingetreten. Dies ließ den Jagdpächter darauf schließen, dass der Wilderer in den Vormittagsstunden auf den Widder schoss. Bei der Polizei wurde Anzeige erstattet.

Nachsuche soll Schussabgabeort belegen

Am Mittwochvormittag wurden zwei Schweißhunde samt -Führer eingesetzt, um bei einer Rückwärtssuche den möglichen Schützenort herauszufinden. Unabhängig voneinander ergaben die Rückwärtssuche beider Schweißhunde das gleiche Ergebnis – knapp 700 Meter vom Fundort nahe einem Feldweg sei mit großer Wahrscheinlichkeit geschossen worden, berichtet die „Volksstimme“. Der Wilderer muss entweder aus dem Stand oder aus einem Auto heraus geschossen haben.

Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, mögliche Hinweise zum Tatgeschehen oder Täter der Polizei mitzuteilen.

Bereits der vierte Fall

Im Salzlandkreis kam es in den vergangenen zwei Jahren bereits zu mehreren Fällen der Wilderei. Dabei wurde eine Wildgans, ein Wildschwein, ein Reh und jetzt ein Muffelwidder illegal erlegt.


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