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Wilderei: Brütender Steinadler im Horst erschossen

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Samstag, 20.06.2020 - 16:14
Steinadler-tot-Horst © Markus Kaiser/ Gemeinde Gais
Der Steinadler wurde im Horst erschossen aufgefunden.

Bereits Mitte Mai wurde der illegale Abschuss eines Steinadlers nahe Gais (Südtirol, Italien) bekannt. Wie Luigi Spagnolli, Leiter des Amts für Jagd und Fischerei des Landes Südtirol gegenüber der Redaktion angibt, hatte der zuständige Jagdaufseher Markus Kaiser den regungslosen Adler als erster bemerkt.

Mit Hilfe eines Bergführers stieg dieser zum Horst auf und stellte den Tod des Greifvogels fest. Bei dem Adler handelt es sich um ein weibliches Exemplar, das gerade mit dem Brutgeschehen beschäftigt war. Im Horst befanden sich neben dem adulten Vogel ebenfalls zwei Eier.

1.000 Euro Belohnung für Hinweise

Der Bürgermeister der Gemeinde, Christian Gartner, verurteilt diese Tat aufs Schärfste. „Das ist ein großer Schaden für die Tierwelt, die Natur und auch für die Jägerschaft!“, äußerte er sich in einem sozialen Netzwerk.

Auch hat sich ein regionaler Verein für Naturinteressierte zu Wort gemeldet. Der Verein „Naturtreff Eisvogel“ schloss sich der Meinung des Bürgermeisters an und setzte eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Überführung des Täters führen. Nach Angaben des Vize-Bürgermeisters der Gemeinde, Alexander Dariz, sind einige Hinweise bislang eingegangen, die nun überprüft werden.

Steinadler-tot-Horst-2 © Markus Kaiser/ Gemeinde Gais

Der Adler wurde während dem Brutgeschehen erschossen.

Zweiter Vorfall in wenigen Jahren

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bereits vor einigen Jahren im Ultental. Auch dort wurde ein Adler erschossen. Laut Luigi Spagnolli wurde der Täter von damals noch nicht erwischt. Die Ermittlungen laufen weiterhin – und auch im aktuellen Fall werde derzeit ermittelt.


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