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Wilderei bedroht Luchse

Alberne Aufmachung, ernstes Anliegen: Verbands-Vertreter bei der Übergabe an Staatsministerin Ulrike Scharf (3.v.r). Foto: BN © BN
Alberne Aufmachung, ernstes Anliegen: Verbands-Vertreter bei der Übergabe an Staatsministerin Ulrike Scharf (3.v.r). Foto: BN © BN

Alberne Aufmachung, ernstes Anliegen: Verbands-Vertreter bei der Übergabe an Staatsministerin Ulrike Scharf (3.v.r). Foto: BN

Der BN hatte 2015 die Aktion „Stoppt die Wilderer, rettet den Luchs“ gestartet, um auf das Schicksal der Luchse im Bayerischen Wald aufmerksam zu machen und einen besseren Schutz der seltenen Katzen einzufordern. Immer wieder werden dort Fälle einer illegalen Tötung der streng geschützten Katzen bekannt (Link: wir berichteten hier).
Die Wilderei droht den ohnehin extrem seltenen Luchs nach Ansicht der Naturschützer in Bayern erneut auszurotten. Keiner der Täter wurde bis heute gefasst. Der BN wirft der Staatsregierung daher Untätigkeit vor. Ziel der Aktion sei es deshalb, eine überregionale Sondereinheit der Polizei für Artenschutz- und Umweltkriminalität neu einzurichten. Der BN erwartet nach den Worten seines Vorsitzenden dazu jetzt ein "klares politisches Signal der Staatsregierung". Zudem fordert man eine drastische Erhöhung der Geld- und Haftstrafen bei illegaler Verfolgung streng geschützter Arten.
Umweltministerin Scharf bezeichnete die Wildereifälle als abscheuliche und kriminelle Taten, gegenüber denen man klare Kante zeigen müsse. Eine eigene Sondereinheit der Polizei für Artenschutz- und Umweltkriminalität werde es jedoch vorerst nicht geben.
Damit vertritt die Ministerin die Linie der Staatsregierung: Wie der BN in einer Pressemeldung dazu ausführt sei Ministerpräsident Horst Seehofer der eigentliche Adressat der Aktion gewesen, da es für die Einrichtung einer Polizeieinheit für Artenschutz- und Umweltkriminalität der Zustimmung des Umwelt-, Landwirtschafts-, Innen- und Justizministeriums bedürfte. Der Regierungschef hat jedoch die Umweltministerin gebeten, die Unterschriften entgegenzunehmen.
PM/RJE